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Sinn und Zweck der Therapie
- Was bewirkt sie?
Das Speichelsekret der Blutegel wirkt entzündungs- und gerinnungshemmend
auf das Blut. Seine Viskosität, also die Fliessfähigkeit
wird erhöht. Alle Körpersäfte fliessen leichter
und schneller.
Dadurch können Flüssigkeitsansammlungen im Körper
zum Fliessen gebracht werden. Das entstaut den Körper und
entschlackt das Zwischenzellgewebe.
Lymphstauungen, Zirkulationsprobleme werden verringert, und gedrosselte
Venen- und Lymphabschnitte werden frei. Schlacken und Giftstoffe
können besser ausgeschieden werden, und frisches Blut kann
wieder nachströmen.
Der Kreislauf wird unterstützt, die Schmerzen lassen nach.
Die Umstimmung der örtlichen Gefässsituation, eine bessere
Durchblutung und Entgiftung des Gewebes leiten die Heilung oft
erst ein.
Das Besondere an der Blutegeltherapie zeigt sich beim Blutverlust.
Da diese Blutung viele Stunden dauert, hat der Körper Gelegenheit,
den Flüssigkeitsverlust sofort auszugleichen. Dadurch wird
das „zu dicke Blut verdünnt“, wie man im Volksmund
sagt.
Die Verklumpungen können langsam aufgelöst und ausgeschwemmt
werden – sowohl durch die direkte Blutung als auch noch Tage
und Wochen danach über die Nieren. Durch diese kontinuierliche
Ausschwemmung aus dem Gewebe hat der Körper Gelegenheit, aus
dem Zwischenzellgewebe die dort abgelagerten Schlackenstoffe ebenfalls
hinauszuschwemmen. |